Seesener Beobachter, 18. Dezember 2008

Wunschtraum

"Die drei Musikerinnen spielten sich auf charmante und gefühlvolle Weise in die Herzen der Zuhörer. [...] Wolfgang Rihm schrieb eins in einem Brief an das Boulanger Trio: "So interpretiert zu werden, ist wohl für jeden Komponisten ein Wunschtraum." Ein Traum, den das Trio mehr als erfüllte."
Dagmar Hoffmann



Heilbronner Stimme, 4. Dezember 2008

Erfrischende Neugierde

"Ein Kribbeln liegt in der Luft beim letzten Perspektiven-Konzert des Jahres in den Städtischen Museen Heilbronn. Und Stille, Aufruhr, Widerspruchsgeist. Zu einer Art musikalischer Plastik verdichtet das Boulanger Trio die komplexen Motive Art-Oliver Simons. [...] Mit unorthodoxer Lust am Experiment und einer erfrischenden Neugierde nähert sich das Trio den Kompositionen."
mia



Elbe-Jeetzel-Zeitung, 1. Dezember 2008

Expression und Auflösung
Das brillante Boulanger Trio spielt in Tolstefanz Musik von Schönberg und Komponisten der Gegenwart

"Brillant und hochmusikalisch gespielt vom Bolanger Trio - Violinistin Birgit Erz, Violoncellistin Ilona Kindt und Pianistin Karla Haltenwanger basierten ihre Interpretation auf spielerischer Souveränität und auf Konsequenz, mit der sie die Interpretation des Stücks aus dessen Widersprüchen entwickelten."
T. Janssen



Generalanzeiger Bonn, 11. November 2008

Das Boulanger Trio begeistert

"Ohne Zugabe kam das Boulanger Trio nicht davon. Und die drei Musikerinnen, die auch optisch eine Augenweide darstellen, legten solch eine Spielfreude an den Tag, dass sie dem donnernden Schlussapplaus der Besucher des Kulturring-Konzerts gleich mehrere Beethoven-Kompositionen hinterher schickten."
oro



Cellesche Zeitung, 5. August 2008

Werk von Wolfgang Rihm wird zum Höhepunkt der Sommerlichen Musiktage

"...So wurde das emotional überrumpelnde, für Spieler und Hörer gleichermaßen anspruchsvolle Stück "Fremde Szene II" von Wolfgang Rihm zum Höhepunkt zeitgenössischer Tonkunst bei den diesjährigen Musiktagen. Und da spielte das Boulanger Trio so brillant wie mitreißend leidenschaftlich, dass man nur noch staunen konnte."
Reinald Hanke



Landeszeitung, 5. August 2008

Schubert-Abend mit Überraschungen

"Franz Schubert stand auch als letzter Beitrag auf dem Programm der Sommerlichen [Musiktage Hitzacker]. Das Klaviertrio Nr. 2 Es-Dur präsentierte das famos aufgelegte Boulanger Trio. Die Musikerinnen lauschten intensiv in die vier Sätze, loteten Gegensätze, Charaktere und Motive aus. Ein Klang-Kosmos ergab sich, faszinierend und temperamentvoll ausgelegt mit fragilen Momenten. Ein Vortrag der Extraklasse, der vom Publikum bejubelt wurde."
hjr



Elbe-Jeetzel-Zeitung, 4. August 2008

Musik voll Sehnsucht und Spiel

"Es ist nicht unbedingt die Regel im Festivalbetrieb, dass es gelingt, nach einer kurzfristigen Absage eines Künstlers mit Hilfe anwesender Musiker ein dem geplanten ebenbürtiges Programm anzubieten. Und niemals geschieht das mühelos. Dass solche Mühen sich wirklich lohnen können, das machte das Abschlusskonzert der Sommerlichen Musiktagen am Sonntag deutlich: Trotz der Erkrankung der angekündigten Pianistin Delphine Lizé gab es im Verdo eine Sternstunde der Kammermusik. Ganz wesentlich verantwortlich dafür war die fulminante Interpretation, die das Boulanger Trio von Schuberts Klaviertrio Es-Dur (D 929) bot - eine Interpretation, bei der in jedem Moment die Inspiration funkelnde Blitze tanzen ließ. Karla Haltenwanger (Piano), Birgit Erz (Violine) und Ilona Kindt (Violoncello) spielten das Werk mit Delikatesse, mit schlankem und doch strahlendem Ton, mit federnder Rhythmik. Kontrastwirkungen realisierten sie dezidiert, aber unaufdringlich: der Melancholie der Trauermarsch-Kantilene des Andante con moto etwa stellten sie von Schärfe bestimmte Ausbrüche gegenüber. Das dem verspielte Gespinst des Scherzando-Kanons folgende Trio des dritten Satzes war dann schroff, musikantisch-wild gefärbt, der Allegro moderato-Schlusssatz verband Sehnsucht und Spiel. Als »Wunschtraum» hatte Wolfgang Rihm im Vorjahr in Hitzacker die Interpretation eines seiner Werke durch das Boulanger Trio bezeichnet - die profunde Souveränität des Ensembles, die für das Lob gesorgt hatte, bestimmte auch den Auftritt am Sonntag."
tj



Hannoversche Allgemeine Zeitung, 4. August 2008

Auf Stimmenfang

"...In dem Robert Krampe als diesjährigem „Composer in Residence“ gewidmeten Porträtkonzert musizierte das phänomenale Boulanger Trio zunächst Wolfgang Rihms von Schumann inspirierte „Fremde Szene II“ und dann Krampes „Trio II b“, ein zwischen Glocken- und Gongklängen des Klaviers von wispernden Streichern aufgehelltes Notturno, das seine Klangphantasie aus der Poesie Verlaines und Rimbauds ableitet."
Ludolf Baucke



Neue Osnabrücker Zeitung, März 2008

Konzert in Bersenbrück

"Ohne die eigene künstlerische Identität aufzugeben, ordnen sich die jungen  Musikerinnen mit ganzer Hingabe der Musik unter und entwickeln dabei eine Kunst des Zusammenspiels, die den Zuhörer in Bann schlägt. [ ...]
Mit dem Stück "Svelto" des zeitgenössischen Komponisten  Matthias Pintscher (geb. 1971) taucht das Boulanger-Trio übergangslos in eine Musikwelt ein, die, vom Publikum noch unerhört, den Versuch unternimmt, den Zeitgeist in Töne zu fassen. Losgelöst von den Vorgaben herkömmlicher Klangästhetik, benutzt Klara Haltenwanger das mit Fremdkörpern präparierte Klavier, um Effekte zu erzeugen, die zwischen Klang und Geräusch eine Mischung aus Melodie und Rhythmus ergeben und im Zusammenspiel  mit Geige und Cello eine Sciencefiction-Welt  imaginieren, der sich der Zuhörer verstört ausgesetzt sieht. Atemberaubend jedoch zu hören und zu sehen, mit welcher Intensität die Künstlerinnen diese vertrackte Partitur mit schier schwerelosem Spiel zum Leben erwecken."
Hans Gerhard Heymel



Die Welt, 29. Januar 2008

Drei Musen beweisen: Clara Schumann komponierte unweibisch

"Ja, auch uns ist die romantische Seele nicht fremd - und entsprechend aufgewühlt verließen wir jüngst das Barlach Haus. Nicht, weil wir wieder einmal dem weiblichen Zauber erlegen waren (wozu es allen Anlass gab): Nein, es war vor allem das Spiel der drei jungen Damen des Boulanger Trios, die alle Ausdruckshöhen und -tiefen durchschritten und uns derart mitgenommen hatten. Voll Leidenschaft schienen Karla Haltenwanger (Klavier), Birgit Erz (Violine) und Ilona Kindt (Cello) die Seelengründe der Kompositionen ausforschen zu wollen. Draufgängerisch-eruptiv durchmaßen sie das g-Moll-Trio Robert Schumanns, während sie im Werk seiner Frau Clara den melodischen Reichtum voller Intensität auskosteten. Um dann den Abend mit Mendelssohns Opus 66 zu beschließen, dem sie nicht nur Ecken und Kanten verliehen, sondern im Andante zudem eine gar wunderbar melancholische Kantabilität."
jh



Dithmarscher Landeszeitung, 21. Januar 2008

Leidenschaftliche Frische in der Postel Villa

"Den Namen "Boulanger Trio" wird man sich merken müssen, liebt man die Kammermusik. Das junge Ensemble... nimmt sich der Werke der alten Meister mit einer Beherztheit an, einer leidenschaftlichen Frische, die sie in einem neuen Glanz erscheinen lassen.
Mit Joseph Haydns Trio in A-Dur eröffneten sie das Konzert und zelebrierten es als pure Lebenslust. Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass drei Vollblutmusikerinnen an einem gemeinsamen Ziel gearbeitet hatten: sich die Tonsprache Haydns zu eigen zu machen."

Minne Rössler